Der Kindergarten – der erste Schritt des Loslassens

Wie schnell die Zeit vergeht, merkt man an seinen eigenen Kindern am meisten. Der erste Geburtstag, der zweite Geburtstag und schwupps – schon ist das eigene Kind im Kindergartenalter und die Eltern bei der Eingewöhnung!

Ich muss zugeben, ein wenig „Angst“ und Sorgen hatte ich schon. Kann ich mein süßes kleines Mädchen schon ganz alleine lassen, ohne dass Mama und Papa immer dabei sind? Was ist, wenn es ihr da nicht gefällt und sie gleich nachhause möchte? Und was, wenn die anderen Kinder sie ärgern?

Ja, solche Gedanken hatte ich vor dem Beginn des Kindergartens und deshalb ging ich mit meiner Kleinen und mit gemischten Gefühlen in die Eingewöhnungswoche. Einerseits ist es der erste Schritt des Loslassens, aber andererseits ist der Kindergarten natürlich sehr wichtig für die Entwicklung und für das Soziale.

Am ersten Tag standen wir morgens auf, machten uns fertig und nahmen zum ersten Mal ihren Rucksack mit einer kleinen Jause mit. Angekommen im Kindergarten wurden wir unglaublich nett von den beiden Erziehern und den anderen Kindern empfangen (einige von ihnen waren uns schon bekannt, da wir vor einigen Monaten einen Kennenlerntag hatten – ging allerdings nur 2 Stunden 😀 ).

Als erstes setzten wir uns zum Mal- und Basteltisch. Da sitzen immer die Mädchen und malen, stempeln, basteln und formen mit der Rollknete. Die Jungs waren eher mit dem LEGO und den Autos beschäftigt. Es war sehr schön mitanzusehen, wie harmonisch alles verläuft. Die Erzieher sind sehr bemüht und beschäftigen sich sehr viel mit allen Kindern. Nach etwa einer Stunde gab es die Morgenrunde, wo die Kleinen brav mitgemacht und mitgesungen haben. Danach haben wir noch ein bisschen mit den Bausteinen gespielt und nach knapp 2,5 Stunden gingen wir schon wieder nachhause. Der erste Eingewöhnungstag ist super verlaufen und ich hatte ein sehr gutes Gefühl! Mein Mädchen hat sich anfangs noch sehr zurückgehalten und erstmal alles beobachtet – aber es hat ihr gut gefallen!

Die folgenden Tage liefen ähnlich ab. Wir blieben jeden Tag etwas länger und ich ging immer öfter und länger aus dem Raum. Es klappte sehr gut – sie sah mich gehen, aber es war okay für sie, denn sie hatte stets eine Beschäftigung, die ihr viel Spaß bereitet hat. So fiel das Loslassen garnicht schwer, denn ich wusste, sie ist in guten Händen und bald holte ich sie ja wieder ab. Meine Ängste und Sorgen waren alle umsonst!

Ab der zweiten Woche habe ich sie sogar schon für ein paar Stunden alleine im Kindergarten gelassen. Es gab keinerlei Probleme. Sie hat nie geweint oder gewütet. Natürlich war sie am Anfang noch sehr schüchtern, als ich sie dort gelassen habe, aber das wurde mit der Zeit immer besser. Ich war sehr froh, dass alles so einfach mit ihr war!

Mittlerweile geht meine Tochter seit über einem halben Jahr in den Kindergarten und sie hat da sehr viel Spaß! Sie liebt den Kindergarten!

Allerdings wird sie immer zur Mittagszeit abgeholt, da ich noch wegen meinem Junior zuhause bleiben darf. Ich denke, das reicht erstmal. 😉

Jeden Morgen, wenn sie aus dem Auto aussteigt, rennt sie schon voller Eifer zum Tor und will ganz schnell in den Kindergarten hinein – so wie ich es da schon bei vielen anderen Kindern beobachtet habe. So macht das Spaß! 🙂

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